So wählen Sie den richtigen Gasmischer für Ihr Labor: 7 Spezifikationen, auf die es wirklich ankommt
Der richtige Gasmischer ist der, dessen Spezifikationen zu der Art passen, wie Ihr Labor tatsächlich arbeitet. Sieben Spezifikationen geben den Ausschlag: das benötigte Verdünnungsverhältnis, die Zahl der gleichzeitig gemischten Gase, die geforderte Konzentrationsgenauigkeit, die zu dokumentierende Rückführbarkeit und Messunsicherheit, die Frage, ob das Gerät Ihren Analysator oder GC ansteuern muss, Ihr Flaschenverbrauch und Budget sowie die Gasverträglichkeit, die Ihre Analyten verlangen. Beantworten Sie diese sieben Punkte, bevor Sie Modelle vergleichen, dann spezifizieren Sie ein Gerät, das weder überdimensioniert noch zu schwach ausgelegt ist.
Sobald feststeht, dass die dynamische Verdünnung der richtige Ansatz für Ihr Labor ist, beginnt die eigentliche Arbeit: die Auswahl des Geräts. Im Folgenden finden Sie die sieben Spezifikationen, die Sie durchgehen sollten, und warum jede einzelne die Entscheidung beeinflusst.
Noch unsicher, ob Sie einen Gasmischer brauchen? → Wann Gasflaschen ausreichen
Die 7 Spezifikationen, die über Ihren Gasmischer entscheiden
1Verdünnungsverhältnis: Wie stark müssen Sie verdünnen?
Dies ist die wichtigste Spezifikation überhaupt. Die Herstellung von Gemischen mit 50 % erfordert ein völlig anderes Gerät als die Erzeugung von Spurenstandards im ppb-Bereich. GasMix™-Systeme erreichen aus einer einzigen zertifizierten Gasflasche Verdünnungsverhältnisse bis 1:10 000. Erstreckt sich Ihr Bereich über mehrere Dekaden, also kleine und große Verdünnungen aus demselben Standard, benötigen Sie unter Umständen mehrere Durchflussbereiche oder eine mehrstufige Verdünnung (Kaskade). Ein falsch dimensionierter Durchflussbereich ist der häufigste Spezifikationsfehler, deshalb lohnt es sich, den passenden MFC-Durchflussbereich bewusst zu wählen.
2Anzahl gleichzeitig gemischter Gase: Wie viele Kanäle?
Für eine binäre Verdünnung reichen zwei Kanäle; eine komplexe synthetische Matrix für FTIR- oder Motorprüfstandsanwendungen kann deutlich mehr erfordern. Richten Sie die Kanalzahl nach dem komplexesten Gemisch aus, das Sie realistischerweise herstellen, nicht nach dem einfachsten. Die GasMix™-Geräte reichen von 2 Kanälen (ZEPHYR II) bis zu 16 und mehr (HURRICANE), mit AIOLOS III für 2 bis 6 Kanäle.
3Konzentrationsgenauigkeit: Wie genau muss jeder Punkt sein?
Bei Kalibrier- und Linearitätsprüfungen ist Genauigkeit der Kern der Sache. Die Massendurchflussregler von GasMix™ halten ±1 % vom Sollwert über den gesamten Bereich, mit einer Wiederholbarkeit besser als 0,1 %, und jeder MFC wird im Werk an 20 Punkten pro Gasmatrix kalibriert. Toleriert Ihre Methode größere Abweichungen, können Sie eine einfachere Konfiguration wählen; andernfalls ist diese Spezifikation nicht verhandelbar.
4Rückführbarkeit und Messunsicherheit: Müssen Sie jeden Punkt nachweisen?
Regulierte und akkreditierte Labore müssen nicht nur die Konzentration, sondern auch deren Messunsicherheit dokumentieren. Prüfen Sie, ob das Gerät für jede Konzentration die maximale relative Unsicherheit berechnet und ausgibt und ob es einen Audit-Trail führt. Die GasMix™-Software erledigt beides automatisch und entspricht dem Verfahren der dynamischen Verdünnung nach ISO 6145-7. Das ist der Unterschied zwischen einem Ergebnis, das Sie in einem Audit vertreten können, und einem, bei dem das nicht gelingt.
5Anbindung an Analysator und GC: Muss das System unbeaufsichtigt laufen?
Wenn die Kalibrierung eine wiederkehrende Routine ist, wird manueller Betrieb zum versteckten Kostenfaktor. Achten Sie auf eine Synchronisierung über digitale I/O, damit der Mischer Ihren GC, Ihr FTIR, Ihren µGC oder Gasanalysator auslösen und von ihm ausgelöst werden kann und komplette Mehrpunktsequenzen ohne Bediener abarbeitet. AIOLOS III synchronisiert sich über integrierte digitale I/O. Genau das macht es möglich, die Mehrpunktkalibrierung von GCs zu automatisieren.
6Flaschenverbrauch und Budget: Wann rechnet sich die Investition?
Zählen Sie Ihre zertifizierten Gasflaschen und Ihre jährlichen Ausgaben für Kalibriergase, und schätzen Sie dann, wie viel Gas ungenutzt verfällt, bevor das Zertifikat abläuft. Genau hier macht sich die dynamische Verdünnung bezahlt: Ein einziger hochkonzentrierter Standard ersetzt ein ganzes Regal an Flaschen mit Zwischenkonzentrationen. Fallstudien von GasMix™ zeigen eine Amortisation in etwa einem Jahr; das reale Laborprofil weiter unten zeigt genau, wie sich diese Zahlen ergeben.
7Gasverträglichkeit: Welche Gase leiten Sie tatsächlich durch?
Reaktive und aggressive Substanzen (Schwefelverbindungen in Spuren, NOx, Ammoniak, VOC) erfordern inertisierte Gaswege und die passenden Dichtungen. Vergewissern Sie sich, dass das Gerät für Ihren schwierigsten Analyten ausgelegt ist, nicht nur für den einfachsten. Für VOC- und BTEX-Anwendungen gibt es zum Beispiel eigens entwickelte Systeme wie NEPHOS für BTEX- und VOC-Standards, gerade weil ein Mischer, der durch Ihre Zielverbindung korrodiert oder sie adsorbiert, schlechter ist als gar keiner.
Finden Sie das passende Gerät für Ihr Labor
Beantworten Sie einige Fragen zu Ihren Gasen und Ihrem Verdünnungsbedarf und erhalten Sie in wenigen Minuten eine passende Konfiguration.
Produktfinder startenWelche Fragen sollten Sie vor dem Kauf beantworten?
Die Prioritäten hängen von der Anwendung, der Größe der Organisation und der vorhandenen Ausstattung ab. Jedes Labor braucht jedoch eine klare Antwort auf jede dieser Fragen, bevor es Modelle vergleicht:
- Wie arbeite ich heute: mit Reingasen, zertifizierten Gemischen oder beidem?
- Wie viele Kalibriergasflaschen verwende ich derzeit?
- Wie hoch ist mein durchschnittliches Jahresbudget für Kalibriergase, und wie viel davon verfällt ungenutzt?
- Warum muss ich verdünnen: nicht verfügbare Konzentrationen, mehrstufige Konzentrationsreihen oder komplexe Gemische?
- Muss ich Kalibriergas synchron mit einem automatischen Analysator bereitstellen?
- Wie wichtig ist eine garantierte Konzentration, und muss ich die zugehörige Messunsicherheit beherrschen?
Die Antworten bestimmen, wie leistungsfähig, automatisiert, normkonform und engmaschig überwacht Ihr Gerät sein muss.
Ein reales Laborprofil
So wurden die Antworten eines analytischen Chemikers in eine Gerätewahl übersetzt.
| Kriterium | Antwort |
|---|---|
| Aktuelle Arbeitsweise | Reingase und zertifizierte Kalibriergase |
| Benötigte Flaschen | Neunzehn |
| Jahresbudget | 6.950 € (etwa 1.100 € pro Flasche) |
| Gültigkeit des Zertifikats | 3 Jahre |
| Vor Ablauf verbrauchtes Gas | Etwa 40 % |
| Zweck der Verdünnung | Nicht verfügbare Konzentrationen erreichen, mehrstufige Konzentrationsreihen erzeugen, komplexe Gemische herstellen |
| Anbindung an Analysatoren | Ja, vor allem an einen Gaschromatographen, über Software |
| Konzentrationsgarantien | Zentrale Anforderung; Rückführbarkeit unerlässlich |
Wenn rund 60 % eines Jahresbudgets von 6.950 € ungenutzt verfallen, holt ein einziger hochkonzentrierter Standard in Verbindung mit einem automatisierten, rückführbaren Verdünnungsgerät den Großteil dieser Verluste zurück. Deshalb spricht dieses Profil eindeutig für ein vollautomatisches, ISO 6145-7-konformes System statt für einen manuellen Laboraufbau.
Selbstbau-Verdünner oder integrierter Gasmischer
| Kriterium | Selbstgebauter Verdünner | AIOLOS III |
|---|---|---|
| Durchflussberechnung | Manuell, für jedes Gemisch | Automatisch, softwaregestützt |
| Matrixkorrektur | Näherungsweise | Automatisch an jede Gasmatrix angepasst |
| Anwesenheit eines Bedieners | Durchgehend erforderlich | Nicht erforderlich, sobald eine Sequenz läuft |
| Konzentrationsbereich | Begrenzt auf vorhandene MFCs | 2 bis 6 Kanäle, ppb bis % |
| Rückführbarkeit | Nicht integriert | Automatischer Audit-Trail |
| Angabe der Messunsicherheit | Manuell, wenn überhaupt | Für jede Konzentration berechnet und ausgegeben |
| Normkonformität | Nicht zertifiziert | Konform mit ISO 6145-7 |
| Anbindung an Analysatoren | Individuelle Verkabelung und Skripte | Integrierte Synchronisierung über digitale I/O |
Was braucht ein solches Labor tatsächlich?
Ein Labor, das ein ganzes Regal zertifizierter Gasflaschen verbraucht, den Großteil jeder Flasche verwirft, GC-gekoppelte Kalibrierungen durchführt und jede Konzentration in einem Audit vertreten muss, braucht ein Gerät, das Durchflussberechnung und Matrixkorrektur automatisiert, Sequenzen unbeaufsichtigt erstellt und abarbeitet sowie Messunsicherheit und Rückführbarkeit für jeden Punkt ausweist. Genau für diese Anforderungen wurde AIOLOS III entwickelt. Ob es passt, prüfen Sie am besten, indem Sie Ihre eigenen Antworten mit den sieben Spezifikationen oben abgleichen.
Eine auf Ihr Labor abgestimmte Konfiguration erhalten
Der Produktfinder macht aus Ihren Antworten in wenigen Minuten eine Geräteempfehlung. Oder Sie beschreiben uns Ihre Anwendung, und wir legen das Gerät für Sie aus.
Produktfinder starten Angebot anfordernHäufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen einem Gasmischer und einem selbstgebauten Verdünnungsaufbau?
Bei einem Selbstbau werden zwei oder mehr Massendurchflussregler zusammengeschaltet; die Durchflussberechnungen erfolgen manuell, die Matrixkorrektur nur näherungsweise, und ein Bediener muss die ganze Zeit anwesend sein. Ein integrierter Gasmischer wie AIOLOS III automatisiert Durchflussberechnung, Matrixkorrektur, Sequenzerstellung und Rückführbarkeit per Audit-Trail in einem einzigen System.
Wie viele Massendurchflussregler braucht ein Gasmischer?
Das hängt von der Anwendung ab. AIOLOS III unterstützt 2 bis 6 Kanäle. Das Gerät wird also auf die Zahl der Gase und Konzentrationsbereiche ausgelegt, die ein Labor abdecken muss, statt von Hand zusammengestellt zu werden.
Kann ein Gasmischer zertifizierte Kalibriergasflaschen vollständig ersetzen?
Nein. Die zertifizierte Gasflasche bleibt die rückführbare Referenz. Ein Gasmischer erweitert, was eine einzelne Flasche leisten kann, indem er bei Bedarf dynamisch mehrere Konzentrationen und komplexe Gemische erzeugt, statt für jede eine eigene Flasche vorzuhalten.
Muss ein Gasmischer mit einem Analysator oder GC kommunizieren?
Nicht immer, aber viele Labore brauchen das. AIOLOS III kann sich über digitale I/O mit GCs und anderen Analysatoren synchronisieren und vollautomatische Kalibriersequenzen ohne manuelles Eingreifen abarbeiten.
Welche Garantien gibt es für die Konzentration, die ein Gasmischer erzeugt?
Jeder Massendurchflussregler im AIOLOS III wird im Werk an 20 Punkten über seinen Bereich kalibriert, für jede Gasmatrix. Das Gerät berechnet automatisch die maximale relative Unsicherheit jeder abgegebenen Konzentration, gibt sie aus und sorgt über einen Audit-Trail für vollständige Rückführbarkeit. AIOLOS III entspricht der ISO 6145-7.
Was kostet ein Gasmischer im Vergleich zum Kauf von Kalibriergasflaschen?
Das Gerät ist eine einmalige Investition, zertifizierte Gasflaschen sind laufende Kosten. Labore, die ein Regal mit Flaschen in Zwischenkonzentrationen durch einen einzigen hochkonzentrierten Standard ersetzen, erreichen in der Regel nach etwa einem Jahr die Amortisation und sparen danach dauerhaft bei Gas, Lagerung und Logistik.
Was ist dynamische Verdünnung, und worin unterscheidet sie sich von einem statischen Gasgemisch?
Bei der dynamischen Verdünnung entsteht eine Konzentration in Echtzeit durch präzise Dosierung der Durchflüsse. So wird aus einer zertifizierten Gasflasche bei Bedarf eine unbegrenzte Reihe von Konzentrationen. Ein statisches Gemisch wird beim Befüllen der Flasche festgelegt. Die dynamische Verdünnung ist in der ISO 6145-7 definiert und genormt.
Welches GasMix-Gerät ist das richtige für mein Labor?
Das hängt von Ihrer Kanalzahl und Ihrem Verdünnungsbereich ab: ZEPHYR II für die kompakte Verdünnung mit zwei Gasen, AIOLOS III für 2 bis 6 Gase mit vollständiger Automatisierung und HURRICANE für komplexe Gemische mit 16 und mehr Gasen. Der Produktfinder empfiehlt Ihnen anhand Ihrer Antworten in wenigen Minuten eine Konfiguration.
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Über 25 Jahre Erfahrung in der Auslegung von Gasverdünnungssystemen. Beschreiben Sie uns Ihren Kalibrierbedarf, und wir helfen Ihnen, das passende Gerät auszulegen.
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Fachliche Prüfung: Laurent Courthaudon, AlyTech.


