LPG & FLÜSSIGGASANALYSE
AURA II – LPG-Verdampfer für GC, Mikro-GC und Elementaranalysatoren
Verdampfung von LPG und Flüssiggasen im Tischgerät zu einer stabilen, zu 100 % gasförmigen Phase.
LPG-Verdampfung – ohne Entmischung der Probe.
Wird LPG ohne kontrollierte Verdampfung aus einer Flasche entnommen, verdampfen die leichten Komponenten zuerst, während die schweren zurückbleiben. Die Zusammensetzung, die den Analysator erreicht, entspricht dann nicht mehr der Zusammensetzung der Probe, und die Schwefel- oder Kohlenwasserstoffergebnisse driften von einer Injektion zur nächsten. AURA II beseitigt diese Fehlerquelle: Die Probe wird unter geregelter Temperatur und geregeltem Druck verdampft und anschließend über eine beheizte Leitung zum Analysator übertragen, sodass unterwegs nichts rekondensiert.
Aura II ist ein LPG-Verdampfer als Tischgerät, der Flüssiggase in eine stabile, kontaminationsfreie Gasphase überführt – für präzise Analysen mit GC, Mikro-GC und Elementaranalysatoren. Kompatibel mit GasMix™ AIOLOS für die automatisierte Mehrpunktkalibrierung nach ASTM D6667/D7551.
Wie führt man eine Mehrpunkt-Schwefelkalibrierung an LPG nach ASTM D6667 und D7551 durch?
Verfahren zur Bestimmung des Gesamtschwefels erfordern mehrere Konzentrationsstufen. Statt für jede Stufe eine eigene Flasche zu kaufen, lässt sich AURA II mit einem GasMix-AIOLOS-Mischer/-Verdünner kombinieren: Ein einziger zertifizierter Standard wird automatisch auf jeden Punkt der Kurve verdünnt und nacheinander injiziert, während AURA II die LPG-Probe vollständig verdampft hält. Die gesamte Kalibrierung läuft ohne Aufsicht ab, und jede Stufe wird protokolliert.
Beide Geräte nutzen denselben beheizten Gasweg, sodass die Probe von der Flasche bis zum Injektionspunkt in der Gasphase bleibt. Erfahren Sie, wie die automatisierte Mehrpunktkalibrierung funktioniert, oder entdecken Sie den AIOLOS-Mischer/-Verdünner, auf dem sie beruht.
Warum muss LPG vor der GC- oder Elementaranalyse verdampft werden?
Flüssiggas (LPG) siedet nicht bei einer einzigen Temperatur, sondern über einen Bereich. Lässt man die Probe in einer Flasche oder Leitung unkontrolliert verdampfen, entweicht Propan vor Butan, und die schwereren Komponenten bleiben zurück. Die Analyse dieses Dampfes liefert eine Zusammensetzung, die nicht der Flüssigkeit entspricht. Ein Verdampfer überführt die gesamte Probe auf einmal bei kontrollierter Temperatur, sodass der Dampf, der den Detektor erreicht, die Zusammensetzung der Flüssigkeit hat, aus der er stammt.
Was verursacht eine Entmischung (Diskriminierung) der Probe bei der LPG-Probenahme?
Eine Entmischung tritt immer dann auf, wenn ein Teil der Probe zu einem anderen Zeitpunkt die Phase wechselt als der Rest. Die drei üblichen Ursachen sind eine Teilverdampfung in der Flasche oder im Druckminderer, kalte Stellen zwischen Verdampfer und Analysator, an denen schwere Komponenten rekondensieren, sowie die Adsorption von Spurenkomponenten wie Schwefelverbindungen an unbehandelten Metalloberflächen. AURA II begegnet allen drei Ursachen: vollständige Verdampfung bei 40 bis 160 °C, interne Leitungen und eine 1 m lange Transferleitung, die auf 120 °C beheizt sind, sowie ein inert behandelter Gasweg vom Eingang bis zum Ausgang.
Wie liefert AURA II eine zu 100 % gasförmige Phase an den Analysator?
Die Probe tritt mit 2 bis 50 bar über einen 0,5-µm-Edelstahlfilter ein und wird in einer beheizten Kammer verdampft, deren Temperatur zwischen 40 und 160 °C geregelt wird. Alle internen Leitungen werden auf 120 °C gehalten, und die 1 m lange isolierte Ausgangsleitung ist bis zum Übergabepunkt auf dieselbe Temperatur beheizt. Der Ausgangsdruck wird auf etwa 1 bar abs reduziert, und der Durchfluss wird zwischen 20 und 200 cm³/min geregelt.
Technische Daten AURA II
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Verdampfertemperatur, max. | 160 °C (320 °F) |
| Temperaturregelbereich | 40–160 °C (104–320 °F) |
| Interne Gasleitungen | Beheizt auf 120 °C (248 °F) |
| Ausgangsgasleitung | Isolierte Transferleitung, 1 m, beheizt auf 120 °C (248 °F) |
| Eingangsdruck | min. 2 bar (30 psi) – max. 50 bar (725 psi) |
| Ausgangsdruck | typisch 1 bar abs (14 psi), max. 3 bar (43 psi) |
| Ausgangsdurchfluss | 20–200 cm³/min (Methan) |
| Aufheizzeit | Typisch 15 Minuten |
| Heizleistung | 100 W |
| Stromversorgung | 24 V DC, externes AC/DC-Netzteil – 110–230 V AC, 2,4 A, 50–60 Hz |
| Anschlüsse | Eingang 1/8"; Ausgangsleitung 1/8"; Entlüftung 1/4" |
| Eingangsfilter | Edelstahl, 0,5 µm |
| Medienberührte Oberflächen | Gesamter Gasweg inert behandelt |
| Abmessungen | 22 × 27 × 31 cm (8,6 × 10,6 × 12,2 in) |
| Gewicht | 8 kg (18 lb) |
| Referenzverfahren | ASTM D6667, ASTM D7551 |
Nennen Sie uns Ihr Analysatormodell, Ihren Probentyp und den Schwefel- oder Kohlenwasserstoffbereich, in dem Sie arbeiten. Wir bestätigen Ihnen die Kompatibilität und die empfohlene Konfiguration.
Kompatibilität prüfenWie liefert AURA II eine zu 100 % gasförmige Phase an den Analysator?
Ein Druckminderer – auch ein beheizter – regelt den Druck. Er garantiert nicht, dass die gesamte Probe die Phase gewechselt hat. Ein Wasserbad verdampft zwar, lässt die Transferleitung aber kalt. Eine Flasche mit vorgemischtem Kalibriergas umgeht die Verdampfung ganz, legt Sie aber auf eine einzige Konzentration und eine einzige Matrix fest. Ein spezieller Verdampfer mit beheizter Leitung ist die Lösung, die die Probe von der Flasche bis zum Detektor repräsentativ hält.
| Ansatz | Vollständiger Phasenwechsel | Beheizt bis zum Analysator | Mehrstufige Kalibrierung | Wann es ausreicht |
|---|---|---|---|---|
| Nur Druckminderer | Nein – teilweise, unkontrolliert | Nein | Nein | Leichte Einkomponentengase deutlich oberhalb ihres Siedepunkts |
| Beheizter / verdampfender Druckminderer | Teilweise | Nicht über den Druckminderer hinaus | Nein | Gelegentliche Probenahme, bei der schwere Komponenten unkritisch sind |
| Wasser- oder Ölbad | Ja | Nein – die Leitung bleibt kalt | Nein | Manuelle Probenahme mit sehr kurzem Übertragungsweg |
| Vorgemischte Kalibriergasflasche | Nicht zutreffend | Nicht zutreffend | Eine Flasche pro Konzentrationsstufe | Eine einzige feste Konzentration in einer stabilen Matrix |
| Spezieller Verdampfer (AURA II) | Ja, geregelt 40–160 °C | Ja – 120 °C bis zum Übergabepunkt | Ja, mit einem GasMix-AIOLOS-Mischer/-Verdünner | Routine- oder rückführbare LPG-Analytik, Spurenschwefel, Methodenentwicklung |
Welche Labore setzen AURA II ein?
AURA II unterstützt Labore in der Erdölindustrie, im Umweltbereich und in der Forschung – mit rückführbarer LPG-Verdampfung, analysatorgerechter Übertragung in der Gasphase und automatisierter Kalibrierung mit AIOLOS.
Raffinerien und LPG-Terminals
Gesamter flüchtiger Schwefel in Propan, Butan und handelsüblichem LPG, mit vor Ort erstellten Kalibrierkurven.
GC-, Mikro-GC- und GC-MS-Messplätze
Detaillierte Kohlenwasserstoffanalyse verflüssigter Proben mit garantierter Injektion in der Dampfphase.
Forschung und Methodenentwicklung
Wiederholbare Verdampfung von LPG und anderen Flüssiggasen für Untersuchungen im Spurenbereich und die Herstellung gasförmiger Proben.
Elementaranalysatoren
Probenaufgabe und Kalibrierung für Gesamtschwefel und Spurenelemente in verflüssigten Kohlenwasserstoffen.
FAQ – AURA II
Häufig gestellte Fragen zur LPG-Verdampfung, zur Anbindung an Analysatoren und zur Sicherheit.
Weil LPG über einen Temperaturbereich siedet. Verdampft es unkontrolliert, entweichen die leichten Komponenten zuerst, und die Zusammensetzung der Probe verändert sich während der Entnahme. Eine kontrollierte Verdampfung überführt die gesamte Probe auf einmal, sodass der analysierte Dampf der entnommenen Flüssigkeit entspricht.
Unter Entmischung versteht man jeden Verlust oder jede Anreicherung eines Teils der Probe zwischen Flasche und Detektor. Sie entsteht durch Teilverdampfung, Rekondensation in kalten Leitungsabschnitten und Adsorption von Spurenkomponenten an unbehandelten Oberflächen. Sie zeigt sich in einer schlechten Wiederholbarkeit, insbesondere bei schweren Komponenten und Schwefelverbindungen.
Ein Druckminderer regelt den Druck, nicht den Aggregatzustand. Die Entspannung im Druckminderer kühlt die Probe ab, was eine Teilverdampfung und eine Rekondensation stromabwärts begünstigt. Ein Verdampfer führt der gesamten Probe geregelt Wärme zu und hält die Transferleitung warm – beides leistet ein Druckminderer nicht.
Das hängt von der schwersten vorhandenen Komponente ab. AURA II wird zwischen 40 und 160 °C (104–320 °F) geregelt und deckt damit handelsübliche Propan- und Butangemische ebenso ab wie schwerere verflüssigte Proben. Die internen Leitungen und die Ausgangsleitung werden auf 120 °C (248 °F) gehalten, um eine Rekondensation zu verhindern.
Indem alle Oberflächen, mit denen der Dampf in Berührung kommt, bis zum Injektionspunkt beheizt werden. AURA II beheizt seine internen Leitungen und wird mit einer 1 m langen, isolierten Transferleitung mit 120 °C geliefert. Jede unbeheizte Verschraubung und jedes stromabwärts ergänzte Leitungsstück wird zu einer kalten Stelle, an der schwere Komponenten auskondensieren.
GC, Mikro-GC, GC/MS und Elementaranalysatoren, einschließlich Geräten für Gesamtschwefel und Spurenelemente. Der Ausgang ist zwischen 1 und 3 bar abs bei 20 bis 200 cm³/min geregelt und mit 1/8″-Anschlüssen ausgestattet, was zu den üblichen Probeneingängen von Analysatoren passt.
Durch die Kombination von AURA II mit einem GasMix-AIOLOS-Mischer/-Verdünner. Ein einziger zertifizierter Standard wird auf jede Konzentration der Kurve verdünnt und automatisch nacheinander injiziert, während AURA II die Probe vollständig verdampft hält. So lassen sich Arbeitsabläufe nach ASTM D6667 und D7551 mit einer einzigen Flasche umsetzen.
Verdampfung von 40 bis 160 °C, Eingangsdruck 2 bis 50 bar, Ausgangsdruck typisch 1 bar abs und maximal 3 bar, Ausgangsdurchfluss 20 bis 200 cm³/min (Methan), Aufheizzeit rund 15 Minuten. Die vollständigen Spezifikationen finden Sie in der Tabelle oben.
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